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05. November 2021 | Gesundheit, Gleichbehandlung

"3G am Arbeitsplatz" ist Zumutung für Menschen mit Behinderungen!

FPÖ-Behindertensprecher Ragger: "Besonders für gehbehinderte Menschen ist der dreimal wöchentlich vorgeschriebene Gang zum Testen mit Strapazen verbunden."

Immer mehr arbeitende Menschen mit Behinderungen empfinden die Covid-19-Maßnahmen der Regierung als Schikane. Besonders für gehbehinderte Menschen ist der dreimal wöchentlich vorgeschriebene Gang zum Testen mit Strapazen verbunden. FPÖ-Behindertensprecher Christian Ragger zeigte sich empört über die Lage der fehlenden Testmöglichkeiten: „Nun haben wir eine Situation, in der die Verantwortung zur Erfüllung der von der türkis-grünen Regierung willkürlich angepeilten Durchimpfungsrate von 80 Prozent an die Betriebe übertragen wird. Weil man anscheinend zu feige ist, das Kind 'Impfplicht' beim Namen zu nennen, nimmt man die Arbeitgeber in die Mangel. Wenn gleichzeitig zu wenig Testkapazitäten vorhanden sind beziehungsweise von Menschen mit eingeschränkter Mobilität nicht erreicht werden können, erhofft man sich von der Bevölkerung die Impfung, um einen Nachweis zu erbringen. Dieses Vorgehen ist zutiefst schikanös, anmaßend und findet unsere schärfste Ablehnung.“

Keine Beförderungsmöglichkeit zu Teststraßen

Der Freiheitliche findet zur diskriminierenden Situation von Menschen mit Gehbehinderungen klare Worte: „Es ist erschreckend und empörend, wenn sich Menschen mit Gehbehinderungen bei uns melden, die zwar als Begünstigte zur Arbeit und wieder zurück nach Hause abgeholt werden, ihnen aber keine Möglichkeit eingeräumt wird, zu einer Teststraße befördert zu werden. Dass die Betriebe keine Tests anbieten, ist eine Sache, dass die Regierung aber praxisfremde Verordnungen erlässt, eine andere. Es kann nicht sein, dass Menschen mit Behinderungen vom Arbeitgeber eine Wegweisung erhalten und Minusstunden sammeln, weil sie den Nachweis nicht erbringen konnten. Hier muss sofort ein alltagstaugliches Konzept her: Entweder man bietet Betrieben Testungen an Ort und Stelle an, oder befördert Menschen mit eingeschränkter Mobilität zu einer Teststraße. Hier Ignoranz walten zu lassen, schadet den Menschen massiv“, betonte Ragger.

Immer wieder völlig praxisfremde Verordnungen

Die Fälle von Betroffenen häufen sich laut Ragger: „In der aktuellen Covid-19-Verordnung wird wieder gebetsmühlenartig auf die FFP2-Maske geschworen. Und schon wieder ist hier kein einziges Wort zu Menschen mit Behinderungen zu lesen, die etwa auch aus Gründen des Lippenlesens bei Hörschwäche vom Tragezwang ausgenommen sind. Die Benachteiligungen und der gesellschaftliche Ausschluss muss endlich ein Ende finden“, erklärte Ragger. „Es hat sich in der Praxis gezeigt, dass die türkis-grüne Regierung seit Beginn der Pandemie immer wieder Verordnungen erlässt, die in der Realität nicht umsetzbar sind. Die Menschen haben diese Hoppalas satt. Wenn es nicht an schlecht durchdachten Maßnahmen liegt, sondern diese bewusst zynisch gesetzt werden, dann soll diese Regierung uns Österreichern endlich klarmachen, dass eine indirekte Impfpflicht vorliegt.“


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