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07. März 2022

FPÖ – Mühlberghuber/Matiasek zum Internationalen Frauentag: Frauen sind besonders von der Altersarmut bedroht!

Wien (OTS) - Bei ihrer gemeinsamen Pressekonferenz mit FPÖ-Frauensprecherin NAbg. Rosa Ecker gingen FPÖ-Familiensprecherin Edith Mühlberghuber und die Frauen- und Seniorensprecherin der FPÖ Wien, LAbg. Veronika Matiasek auf die Situation von Müttern auf der einen und jene von Seniorinnen auf der anderen Seite ein. „Manchen Frauen aus der jüngeren Generation ist der Frauentag vielleicht gar kein Begriff. Doch auch heute ist für Frauen bei weitem nicht alles eitel Wonne. Besonders für Mütter gestaltet sich in der heutigen Zeit aus verschiedensten Gründen das Leben oft sehr schwierig“, erklärte Edith Mühlberghuber.

Zukunftsängste, zunehmende Verarmung und gesellschaftliche Konflikte würden nun dazu beitragen, dass sich immer mehr junge Frauen gegen eigene Kinder entscheiden. So habe es 2021 in Österreich rund 85.600 Geburten gegeben. Das ergebe eine niedrige Geburtenziffer von 1,44. Laut einer deutschen Studie gebe es viele Gründe, warum Frauen immer später oder überhaupt keine Familie gründen wollen: Hohe Kosten, der Wunsch, zuerst Karriere zu machen, eine unsichere Zukunft – das alles seien Gründe, warum sich Frauen gegen ein Kind entscheiden würden. Auch Corona und die Impfpflicht spielten eine Rolle, so Mühlberghuber.

Es brauche ein Bündel an Maßnahmen, damit jungen Frauen Angst genommen und Mut gemacht werde, sich für Kinder zu entscheiden und sich diese auch leisten zu können. „Eine kostenlose Kindergarten-Nachmittagsbetreuung wäre für uns vorstellbar. Ebenso ist es notwendig, eine jährliche Anpassung der Familienleistungen wie Familienbeihilfe und Kinderbetreuungsgeld an die Inflationsrate vorzunehmen. Durch ständige Teuerungen und Wertverlust ist es an der Zeit, eine automatische Inflationsraten-Anpassung vorzunehmen. Wie beim Pflegegeld, das seit 2020 automatisch jedes Jahr angepasst wird“, forderte Mühlberghuber. Und es brauche eine Regierung, „die aufhört, Angst zu schnüren. Alle Corona-Maßnahmen sind aufzuheben – inklusive der Impfpflicht.“

Als Frauen- und Seniorensprecherin der Wiener FPÖ im Landtag und Gemeinderat befasste sich Veronika Matiasek mit der Situation der Seniorinnen, die von den unterschiedlichsten Problemlagen betroffen seien: „Die Bandbreite von fitten, aktiven Frauen bis zu hochbetagten, betreuungsbedürftigen Personen ist hier sehr groß.“ Frauen seien jedenfalls besonders von der Altersarmut bedroht. Matiasek forderte daher eine gerechte Anrechnung von Kinderbetreuungszeiten und der Pflegezeiten für Angehörige. Der „Warenkorb“ müsse besser auf die tatsächlichen Bedürfnisse abgestimmt werden, kleine und kleinste Pensionen bräuchten angesichts der Teuerungswelle eine weitere spürbare Erhöhung.

„Ein großes Thema ist die Alterseinsamkeit, vor allem in der Großstadt. Die Zeiten für die Betreuung durch mobile Pflegedienste müssen deutlich aufgestockt werden. Im Rahmen der Betreuungsdienste sollte hier auch die Möglichkeit zur Remobilisation geschaffen werden“, forderte Matiasek.

Das Thema Pflege betreffe Seniorinnen in zweifacher Weise: als diejenigen, die Pflege und Betreuung brauchen und als diejenigen, die dafür Verantwortung tragen. Matiasek: „Aktuell erleben wir einen drohenden Notstand beim Pflegepersonal. Die Pflegereform wird permanent verschoben. Hier gilt es bei der Bewerbung für den Beruf, der Ausbildung, Bezahlung und den Arbeitsbedingungen neue Maßstäbe zu setzen, um die Pflegeleistung sicher zu stellen.“

Ein großes Thema für Seniorinnen sei auch die Sicherheit. Immer wieder würden sie Opfer betrügerischer Machenschaften oder von Raub und Diebstahl sowie körperlicher Übergriffe. Hier brauche es eine regelmäßige und intensive Warnung und Aufklärung. Auch der Opferschutz und die Nachsorge müssten ausgebaut werden. Eine neue Form der Kriminalität, die zunehmend auch Seniorinnen betreffe, sei der Betrug im Internet.

„Seniorinnen sind ja auf dem Weg in die Digitalisierung“, so Matiasek. Trotzdem müssten der Informationen aller Art, ganz besonders im Bereich der Gesundheit, auch ohne Smartphone und Co. zugänglich sein. Gleichzeitig seien Maßnahmen zu setzen, die Seniorinnen verstärkt den Zugang zur Digitalisierung ermöglichen.


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