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11. Jänner 2022

FPÖ – Steger: Greenwashing von Atomenergie durch die EU ist Ausdruck einer völlig grotesken Umweltpolitik!

Wien (OTS) - „Die Ankündigung der EU-Kommission, dass zukünftige Investitionen in Gas- und Atomkraftwerke unter bestimmten Bedingungen als klimafreundlich eingestuft werden können, ist der neue Höhepunkt einer völlig grotesken Umweltpolitik. Während durch den maßlos überzogenen ‚Green Deal‘ auf die Bevölkerung immer neue Belastungen zukommen, die unzählige Bereiche - von der Mobilität bis hin zum Wohnen – betrifft, wird der Atomenergie nun ein rosiges Comeback bereitet. Ein fataler und unverzeihlicher Fehler, der bereits in der Vergangenheit zu verheerenden Katastrophen, wie etwa in Tschernobyl und Fukushima, geführt hat. Die Interessen der österreichischen Bevölkerung werden damit einmal mehr von der EU mit Füßen getreten“, kritisierte heute FPÖ-Europasprecherin NAbg. Petra Steger das europäische Greenwashing der Atomenergie.

„Um zu verhindern, dass über die EURATOM-Gemeinschaft ausländische Energieerzeuger auch in Österreich die Nutzung von Atomenergie durchsetzen, bringen wir in der kommenden Nationalratssitzung einen Antrag zum Ausstieg aus dem EURATOM-Vertrag ein“, so Steger weiter.

„Darüber hinaus ist festzuhalten, dass die EU nur für rund zehn Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich ist. Mit dem unverhältnismäßigen Ziel, die CO2-Emissionen bis 2030 um 55 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren, kommt zum einen auf die Bürger eine noch nie dagewesene Teuerungswelle zu und zum anderen entstehen dadurch eben jene absurden Ideen, wie die Kernkraft als grüne Energie zu kennzeichnen. Die jüngsten Aussagen der EZB-Direktorin Schnabel, dass die Hinwendung zu grünen Energiequellen das Risiko mittelfristig schneller steigender Preise beinhalte, sind die Bestätigung für unsere Warnungen. Auch spricht Schnabel sogar von einer Unvereinbarkeit von Wohlstandseinbußen für das Ziel der grünen Wende, obwohl bereits im Jahr 2020 acht Prozent der EU-Bevölkerung (824 Millionen Menschen) wegen der hohen Kosten ihre Wohnung nicht ausreichend heizen konnten. Die übertriebene EU-Klimahysterie befeuert die Inflation und gefährdet die soziale Sicherheit, da Millionen Menschen in die Armut getrieben werden“, warnte Steger vor neuerlichen Klimabelastungen.

„Auch auf nationaler Ebene unterstützt die schwarz-grüne Regierung die von der EU vorangetriebene Renaissance der Atomkraft. Erst vor wenigen Wochen wurde unser Antrag, in dem ÖVP-Bundeskanzler Nehammer aufgefordert wurde, sich gegen die Einstufung der Atomenergie als nachhaltig zu positionieren und dem Anti-Atom-Konsens treu zu bleiben, im EU-Hauptausschuss abgelehnt. Die Glaubwürdigkeit der Regierungsparteien ist somit auch in dieser Frage nicht vorhanden“, kritisierte Steger auch die österreichische Bundesregierung.


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