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Kranken- und Rehabilitationsgeld überwiegend von Frauen bezogen

FPÖ-Frauensprecherin Ecker: "Kosten in wenigen Jahren von 703 Millionen Euro auf aktuell 877 Millionen Euro gestiegen - Frauen sind stärkeren Belastungen ausgesetzt als Männer."

FPÖ-Frauensprecherin Ecker: "Kranken- und Rehabilitationsgeld werden überwiegend von Frauen bezogen."

Foto: FPÖ

Einer aktuellen Anfragebeantwortung durch Gesundheitsminister Johannes Rauch an FPÖ-Frauensprecherin Rosa Ecker ist zu entnehmen, dass Kranken- und Rehabilitationsgeld überwiegend von Frauen bezogen werden. „Laut dem grünen Minister gab es mit Stand Dezember 2021 8.954 Frauen, die Rehabilitationsgeld bezogen haben, 7.671 Personen waren Männer. Beim Krankengeld wiederum ist das Verhältnis deutlich größer: Mit Stand Dezember 2021 gab es 37.196 Krankengeldbezieher allerdings 59.154 Krankengeldbezieherinnen“, sagte Ecker.

Doppelbelastung in Beruf und Familie

„Die Zahlen zeigen deutlich, dass Frauen stärker von Krankheit betroffen werden, da sie oft einer hohen Belastung ausgesetzt sind. Sie sind nicht nur beruflich aktiv, sie kümmern sich auch überwiegend um ihre Familien. Eventuell fallen im familiären Umfeld auch noch Pflegetätigkeiten an, die ebenfalls von Frauen übernommen werden – diese Umstände können eben Krankheiten hervorrufen“, vermutet Ecker. Aus diesem Grund brachte Ecker auch wegen der hohen Corona-Belastungen bereits im Juni 2020 einen Entschließungsantrag im Nationalrat ein, in dem die Regierung aufgeforderte wurde, den Nationalen Aktionsplan Frauengesundheit zu forcieren und sicherzustellen. Überdies forderte sie einen jährlichen Frauengesundheitsbericht und unter anderem mehr Vorsorge in Bezug auf psychische Gesundheit und Forcierung der Gender Medizin.

Hohe Belastung des Gesundheits- und Sozialsystems

„Leider fand dieser Antrag keine Mehrheit. Mittlerweile haben aber auch ÖVP und Grüne die dringende Notwendigkeit erkannt und am Weltfrauentag einen gemeinsamen Antrag mit den Oppositionsparteien auf den Weg gebracht, der genau diesen Frauengesundheitsbericht vorsieht. Nicht nur die gesundheitlichen Folgen für betroffene Frauen sind enorm, sondern auch die finanziellen Belastungen des Gesundheits- und Sozialsystems“, erklärte Ecker.

877 Millionen Euro für Krankengeld im Vorjahr

„Auch die Kosten sind nicht unwesentlich: Mehr als 877 Millionen Euro an Krankengeld sind im Jahr 2021 angefallen. 2016 waren es rund 703 Millionen Euro. Ein deutlicher Anstieg in wenigen Jahren. Für Rehabilitationsgeld-Bezieher wurden 2021 387,8 Millionen Euro notwendig. Ein Rückgang zu 2020 (407,7 Millionen Euro), aber immer noch höher als 2016 (330 Millionen Euro)“, nannte die freiheitliche Frauensprecherin konkrete Zahlen.

Mehr als 16.000 Krankengeldbezieher im Ausland

„Überdies werden Kranken- und Rehabilitationsgeld auch an Personen ausbezahlt, die nicht in Österreich wohnhaft sind. 2019 gab es einen Höchststand von 16.037 Krankengeldbeziehern mit Sitz im Ausland. An der Spitze waren dabei Personen, die in Ungarn wohnhaft sind (5.360), gefolgt von Deutschland (3.994) und Slowenien (2.429) – in diesem Bereich liegen die jährlichen Kosten bei rund 30 Millionen Euro“, so Ecker.


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