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21. September 2015 | Aussenpolitik

Milorad Dodik, Präsident der Republika Srpska, zu Gast bei HC Strache

Sehr herzlich verlief auch der Besuch Dodiks beim Dritten Präsidenten des Nationalrates, Norbert Hofer. Strache, Hofer und Dodik betonten die Wichtigkeit des Selbstbestimmungsrechts der Völker

Milorad Dodik zu Gast bei HC Strache: Der Präsident der Republika Srpska war einer Gegeneinladung des freiheitlichen Bundesparteiobmann gefolgt, Strache war im Herbst vergangenen Jahres bei Dodik in Banja Luka zu Gast.

Im Zuge der heutigen gemeinsamen Pressekonferenz sprach HC Strache erneut die besondere Situation Bosnien-Herzegowinas und den klaren Wunsch nach einem Selbstbestimmungsrecht der Völker, nach Autonomie in einem föderalen Staat und der notwendigen Gleichberechtigung aller ethnischen Gruppen des Staates – also selbstverständlich auch der Serben – an.

„Es ist leider eine traurige Tatsache, dass sich die Vertreter der internationalen Gemeinschaft in Bosnien und Herzegowina weiterhin vorrangig mit der Disziplinierung der Serben bzw. der Republika Srpska beschäftigen, indem sie ihnen das weltweit anerkannte demokratische Recht der Volksabstimmung verwehren“, so HC Strache. Es sei eigentlich traurig, dass der Westen überall die Demokratie beschwöre, sie aber den Einwohnern der Republika Srpska nicht gewähren wolle.

FPÖ unterstützt Referendum

Der freiheitliche Bundesparteiobmann forderte ein Ende der Ungleichbehandlung und betonte, dass er die Abhaltung eines Referendums unterstütze. „Es ist höchste Zeit, den Völkern die Entscheidung zu überlassen, wie sie ihre eigene Zukunft gestalten möchten“, betonte  Strache.

Die FPÖ sei, so Strache, schon seit langer Zeit ein verlässlicher Freund des serbischen Volkes: „Mittlerweile leben 300.000 Menschen mit serbischer Abstammung in Österreich. Die FPÖ vertritt schon seit vielen Jahren konsequent und laufend, also nicht nur vor Wahlen, berechtigte Interessen dieser Gruppe.“

Die FPÖ nütze auch ihre Plattform „Christlich-Freiheitliche Plattform für ein freies Europa souveräner Völker“, um mit serbisch-stämmigen Österreichern, aber auch mit Christen, die aus anderen Nationen zu uns gekommen sind, das Gespräch zu suchen, sie, ihre Anliegen und Bedürfnisse kennen- und verstehen zu lernen und darauf in geeigneter Form einzugehen. „Der heutige Besuch von Präsident Dodik ist ein weiterer Schritt auf diesem Weg“, betonte Strache.

Besuch bei Norbert Hofer

Sehr herzlich und freundschaftlich verlief auch der Besuch Dodiks beim Dritten Präsidenten des Nationalrates, Norbert Hofer. Angesprochen wurden aktuelle politische Themen wie die Bewältigung des Flüchtlingsstroms aus Syrien aber auch die bilateralen Beziehungen zwischen der Republik Srpska und Österreich. Dabei wurde beklagt, dass hohe Repräsentanten der Vereinten Nationen in Bosnien-Herzegowina gültiges Recht gebrochen hätten. Aus diesem Grund werde es eine parlamentarische Initiative der FPÖ im Parlament geben, die sich an Außenminister Sebastian Kurz richten wird, kündigte Hofer an.

Auch Hofer hob gemeinsam mit Dodik die Wichtigkeit des Selbstbestimmungsrechts der Völker hervor. Hofer bekräftigte, die Bestrebungen der Republik Srpska hinsichtlich einer eigenen selbstbestimmten Zukunft zu 100 Prozent unterstützen zu wollen.

Im Gesprächsverlauf wurde weiters festgestellt, dass die Republik Srpska auch für Investoren aus Österreich bereits jetzt ein interessantes Land sei, sich dieses Interesse aber weiter verstärken werde. Sowohl Dodik als auch Hofer glauben, dass im Bereich des Gesundheitstourismus und in der Zusammenarbeit mit heimischen Sozialversicherungsträgern eine Kooperation sinnvoll sein könnte. "Wir werden die engen Kontakte weiter pflegen, im Interesse der Bevölkerung der Republik Srpska und im Interesse Österreichs", betont Hofer.


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