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30. Jänner 2019 | Gesundheit

Neue eCard mit Foto kommt per 1. Jänner 2020

Rund 200.000 Karten werden in Österreich pro Jahr verloren oder gestohlen – Gesundheitsministerin Hartinger-Klein will mit der neuen Karte Sozialbetrug verhindern.

Nun wird eine weitere langjährige Forderung der FPÖ umgesetzt: Heute, Mittwoch, wurde im Ministerrat die Einführung der „eCard“ mit Foto per 1. Jänner 2020 beschlossen. Die neue Karte wird auch mit zusätzlichen Merkmalen ausgestattet, um Fälschungen und Missbrauch vorzubeugen. Damit soll es Ärzten erleichtert werden, die tatsächliche Identität des Karten-Inhabers rasch feststellen zu können.

Fotos kommen aus bestehenden Registern

Die meisten Österreicher, etwa 80 Prozent,  erhalten die neue Karte ohne irgendeinen Aufwand, weil die Sozialversicherung bei der Herstellung auf Bilder aus bestehenden Registern – etwa von Reisepass, Personalausweis oder Scheckkartenführerschein – zurückgreift. Rund 1,5 Millionen Menschen mit sozialversicherungsrechtlichem Anspruch verfügen über keinen Eintrag in solchen Registern und müssen daher ein Foto beibringen.

Rund 200.000 Karten pro Jahr verschwinden

Wie notwendig eine solche Verbesserung ist, zeigen die Verlust-Zahlen: Pro Jahr – hier etwa 2017 – werden rund 33.000 Karten als gestohlen und 163.000 als verloren gemeldet, zusammen sind das knapp 200.000. Was mit ihnen geschieht, kann nur gemutmaßt werden.

"Sozialstaat absichern und vor Missbrauch schützen"

„Das Foto auf der eCard ist ein wichtiger Schritt, um gegenwärtigen Sozialbetrug abzustellen und künftigem vorzubeugen. Die Bürgerinnen und Bürger verlassen sich schließlich zu Recht darauf, dass wir den Sozialstaat absichern und dass er vor Missbrauch geschützt ist. Hier geht es um die Gelder der Versicherten, und die müssen sorgsam eingesetzt werden“, betont dazu Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein.

Auf Kur mit der eCard der Tochter

Sie erinnert in diesem Zusammenhang etwa an den im letzten Sommer aufgedeckten Fall aus Tirol, wo eine nicht sozialversicherte 84-jährige Innsbruckerin mit Migrationshintergrund die eCard ihrer 68-jährigen Tochter jahrelang für aufwendige Operationen und Kuraufenthalte verwendet hatte und dadurch einen Schaden von mehr als 50.000 Euro verursachte. „An diesem Beispiel sieht man klar, wie wichtig das Foto auf der eCard ist“, so die Gesundheitsministerin.


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