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21. August 2016 | Sport

Österreichs Olympialeistung ist Spiegelbild des gescheiterten Sportsystems!

Österreich in der Negativstatistik auf Platz Eins.

Trotz einer Medaille sind für Österreich die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro als eine der schlechtesten für Österreich zu werten. Mit der Bronze-Medaille für das Segel-Duo Zajac und Frank war man nur noch 1964 in Tokio und 2012 in London schlechter als diesmal. „Das Abschneiden Österreichs bei den Sommerspielen ist eine Schande, allerdings nicht für die Athleten, sondern für unser Sportsystem und unsere Sportpolitik“, so die freiheitliche Sportsprecherin Petra Steger. Vor den Athleten, die trotz dieses katastrophalen Sportsystems in Rio teilnahmen, ziehe sie ihren Hut.

In einem Land, und das könne Steger aus eigener Erfahrung (Anmerkung: Petra Steger ist Profi-Basketball-Spielerin)  sagen, wo Sportler sein als Beruf nicht anerkannt werde, wo man ohne richtigem Gehalt täglich Stunden in schäbigen Sporthallen verbringe, wo man eine Großveranstaltungsteilnahme aus der eigenen Tasche finanzieren müsse, wo kaum professionelle Betreuung beiseite stünde, wo Athleten aus Sportstätten vertrieben werden um Flüchtlinge unterzubringen, wo es als Sportler wichtig sei welcher Partei der Vereinspräsident angehöre um Förderungen zu erhalten, ist es vollkommen selbstverständlich, dass sich kaum ein Sportler dieses Leben aussuche.

Entparteipolitisierung des Sports

Außerdem müsse sich Österreich laut Steger zum Sport bekennen, da reichen keine Einzelmaßnahmen. So lange das Geld in einem Übermaß an rot-schwarze Sportorganisationen bei irgendwelchen Funktionären versickere, werde sich an unseren Olympiaplatzierungen bei Sommerspielen nichts ändern. Es brauche daher eine umfassende Strukturreform und Entparteipolitisierung, die nicht ohne vollständige Transparenz der Bundesländer erfolgen könne, denn „Geld ist vorhanden, nur wo es hinfließt weiß man nicht“. Ohne Investitionen in die Infrastruktur werde auch das zu wenig sein.

Steger plädierte schon seit geraumer Zeit dafür, dass die Struktur im österreichischen Sportwesen vereinfacht werden, damit den Sportlern selbst mehr Geld zur Verfügung steht. „Eine Zusammenlegung der parteipolitischen Dachverbände wäre ein wichtiger Schritt um die Unsummen an Sportförderungen nicht im System versickern zu lassen“, so Steger die betont, dass damit der Sport gestärkt werden würde. „Trotz allem gratuliere ich unseren beiden Bronzemedaillengewinnern Zajac und Frank recht herzlich zu ihrer Leistung“, so Steger.

Foto: finemayer/ pixabay.com


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