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12. Jänner 2022 | Medien

ORF wird immer tiefer von Regierungspropaganda infiltriert

FPÖ-Mediensprecher Hafenecker: "ORF-Redakteurin urgiert Konsequenzen für Polizisten, die es sich erlauben, dem Regierungs-Corona-Kurs nicht vorbehaltslos zu folgen."

FPÖ-Mediensprecher Hafenecker: "ORF wird immer tiefer von Regierungspropaganda infiltriert!"

Foto: FPÖ

Dass sich der ORF seit der Corona-Pandemie zusehends zum Regierungslautsprecher entwickelt habe, sei bereits hinlänglich bekannt. Eine neue Qualität der Regierungshörigkeit ließ heute, Mittwoch, ORF-Redakteurin Simone Stribl erkennen. Im Pressefoyer nach dem Ministerrat richtete sie folgende Frage an Innenminister Gerhard Karner: „Es gibt immer wieder Polizisten, Gewerkschafter, die auf den Coronademos mitgehen. Wir haben Polizisten gesehen, die lachend Fotos mit Coronademonstranten machen und auch diesen Brief, den es gestern gegeben hat. Was tun sie mit diesen Polizisten, die Sympathien für Verschwörungstheorien, Coronaleugner, etc. haben?“

Rote Linie klar überschritten

Für FPÖ-Mediensprecher Christian Hafenecker wurde damit eine rote Linie überschritten. Er richtet seinerseits folgende Fragen an die ZIB-Redakteurin Stribl und ersucht höflich um Antworten:

  1. Worin genau liegt der Skandal oder ein allenfalls dienstrechtlich verwerfliches Verhalten, wenn Polizisten in ihrer Freizeit an Demonstrationen teilnehmen?

  2. Ist es einer Gruppe offenbar sehr besorgter Polizisten verboten, einen offenen Brief an ihren Chef zu schreiben? Ich erinnere an eine ganze Reihe von offenen Briefen, die der ORF-Redakteursrat in den letzten Jahren an den eigenen ORF-Generaldirektor geschrieben hat, wenn er kritische Vorgänge im ORF ausgemacht hat. In diesem Fall wurde im ORF sogar sehr gerne über solche offenen Briefe berichtet.

  3. Woher nehmen Sie die Information, dass Polizisten Sympathien für Verschwörungstheorien und Coronaleugner haben? Soweit mir bekannt ist, gehen die hunderttausenden Menschen in erster Linie gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung auf die Straße. Ein Leugnen der Viruserkrankung konnte ich auf diesen Demos bislang nicht feststellen.

  4. Was kommt als nächstes? Wollen Sie auch Polizisten kündigen, die eine Sympathie für die FPÖ erkennen lassen? Oder verlangen Sie dienstrechtliche Konsequenzen für ORF-Kollegen, die Positionen der FPÖ gar nicht so schrecklich finden?

  5. Merken Sie eigentlich, dass sie 1:1 die Regierungspropaganda übernehmen und das dann auch noch unter dem Schutzmantel der Berufsbezeichnung „Redakteurin“ ungeprüft verbreiten?

Was wird Generaldirektor Weißmann unternehmen?

Hafenecker erwartet sich vom neuen ORF-Generaldirektor Roland Weißmann ein klärendes Gespräch mit Redakteurin Stribl und eine öffentliche Entschuldigung für die Verunglimpfung der hunderttausenden Demo-Teilnehmer durch den ORF. „Angesichts der ÖVP-Nähe des neuen ORF-Generals habe ich aber eher die Befürchtung, dass Frau Stribl nach ihrer ungeheuerlichen Entgleisung sogar noch mit einer Beförderung belohnt wird“, hielt der freiheitliche Mediensprecher abschließend fest.


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