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22. April 2018 | Wahlen

Salzburg-Wahl: FPÖ unter den Wahlsiegern

FPÖ unter Marlene Svazek setzt positiven Trend fort, ÖVP legt auf 38 Prozent zu, SPÖ und Grüne erleiden empfindliche Verluste.

Die letzte Hochrechnung brachte ein nur für die ÖVP, die FPÖ und die Neos erfreuliches Ergebnis. Demnach kommen die Schwarzen auf 37,8 Prozent (+8,8 Prozent), die SPÖ auf 20,1 Prozent (-3,7), die Grünen auf 9,0 Prozent (-11,2), die FPÖ auf 19,0 Prozent (+2,0) und die erstmals angetretenen Neos auf 7,3 Prozent.

Schlechtes Ergebnis für SPÖ, Grüne halbiert

Nach Mandaten heißt das 15 (+4) für die ÖVP, 8 (-1) für die SPÖ, 3 (-4) für die Grünen, 7 (+1) für die FPÖ und 3 für die Neos. Damit ginge sich eine Fortsetzung der schwarz-grünen Koalition mit insgesamt 18 (von 36) Mandaten Landtag nicht mehr aus. Landeshauptmann Wilfried Haslaur gilt nicht als Freund von Dreier-Koalitionen (etwa ÖVP, Grüne, Neos), was eine künftige Koalition mit SPÖ oder FPÖ wahrscheinlich macht.

Die SPÖ konnte mit 20,1 Prozent ihr historisch schlechtestes Wahlergebnis von 2013 (23,8 Prozent) noch deutlich unterbieten. Die Grünen haben sich mehr als halbiert; die FPÖ könnte ihr Wahlziel (20 Prozent) knapp nicht erreichen, das Kopf-an-Kopf-Rennen mit der SPÖ um Platz zwei ging sich auch knapp nicht aus.

Wahlergebnis macht FPÖ im Bundesrat so stark wie noch nie

Spitzenkandidatin Marlene Svacek zeigte sich in einer ersten Reaktion dennoch erfreut und zuversichtlich, Regierungsverantwortung zu übernehmen. Hoch zufrieden mit dem Abschneiden der jungen FPÖ-Spitzenkandidatin bei der Salzburger Landtagswahl zeigte sich der freiheitliche Bundesparteiobmann Vizekanzler HC Strache. „Trotz der schwierigen Ausgangssituation mit einer kompletten Neuaufstellung der Salzburger FPÖ und nur einer damals verbliebenen Landtagsmandatarin ist es gelungen, knapp an das bisher historisch beste Ergebnis von 1999 mit 19,5 Prozent anzuschließen. Besonders erfreulich ist, dass durch dieses hervorragende Ergebnis die Zahl der freiheitlichen Mandatare im Bundesrat auf 16 anwachsen wird. Damit ist die FPÖ heute so stark wie nie zuvor im Bundesrat vertreten“, freute sich Strache.

Vilimsky: "Der vierte Wahlgewinn in Serie, seit wir in der Regierung sind"

FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky konterte selbstbewusst auf die ORF-Frage, ob die Zugewinne nicht schon größer gewesen seien: "Die Salzburger FPÖ wurde vor zwei Jahren quasi neu gegründet mit ganz neuen Leuten. Für eine so kurze Zeit ist das Wahlergebnis durchaus beachtlich." Man freue sich über jedes Prozent Zugewinn. Über die Prognosen von Meinungsumfragen zeigte sich Vilimsky kritisch, weil sie immer weiter von dem entfernt lägen, was dann wirklich passiert. "Es ist in Serie der vierte Wahlgewinn, seit wir in die Regierung eingetreten sind. Sorgen sollten sich jene machen, die im Turbo-Schritt hinunterfahren", betonte der FPÖ-Generalsekretär.

"Kurs der Bundesregierung wurde klar bestätigt"

"Ich freue mich über das ausgezeichnete Landtagswahlergebnis der FPÖ Salzburg mit ihrer Spitzenkandidatin, der Kurs der neuen Bundesregierung wurde hier klar bestätigt", sagt Klubobmann und Obmann der FPÖ Niederösterreich Walter Rosenkranz. Ich hoffe Landeshauptmann Haslauer trägt diesem klaren, bürgerlichen Wählervotum Rechnung und vergeht sich nicht in einem Experiment mit den abgewählten linken, grünen Politkonkurslern!“, so der Klubobmann weiter.

Zitterpartie für Liste Schnell, Rössler tritt ab

Die Liste Schnell (4,5 Prozent) schaffte den Einzug in den Landtag (5 Prozent) nach einer langen Zitterpartie letztlich nicht mehr. Grün-Spitzenkandidatin Astrid Rössler kündigte im ORF-Interview um 17.27 Uhr aufgrund des desaströsen Wahlergebnisses ihren Rücktritt als Parteichefin an, egal, ob man wieder in der Landesregierung sitze, oder nicht. Wahlberechtigt waren 390.091 Salzburger. Die Wahlbeteiligung gilt mit 60 Prozent als die historisch niedrigste.


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