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03. August 2020 | FPÖ, Finanzen

Commerzialbank-Skandal: Doskozil im Vorfeld informiert

FPÖ-Parteichef Hofer: "Landeshauptmann wusste eigenen Angaben zufolge am Nachmittag vor der nächtlichen Banken-Schließung Bescheid. Warum wurde er nicht umgehend aktiv?"

Commerzialbank-Skandal: Doskozil im Vorfeld informiert - FPÖ-Parteichef Hofer: "Landeshauptmann wusste eigenen Angaben zufolge am Nachmittag vor der nächtlichen Banken-Schließung Bescheid. Warum wurde er nicht umgehend aktiv?"

Foto: FPÖ

Mit Spannung wurden die Aussagen des burgenländischen SPÖ-Landeshauptmanns Hans Peter Doskozil zur Causa Commerzialbank erwartet. Für den freiheitlichen Landes- und Bundesparteiobmann Norbert Hofer bleiben viele Fragen offen: „Der Landeshauptmann erklärte, er habe am Nachmittag des 14. Juli 2020 von Gerüchten über eine Selbstanzeige des Commerzialbank-Vorstandes Martin Pucher erfahren. Ich frage mich, warum Doskozil diesen Gerüchten nicht nachgegangen ist und dazu niemanden kontaktiert hat. Der Landeshauptmann hat hier großen Aufklärungsbedarf.“

FPÖ begrüßt Spendenverbot an Parteien

Sachlich konnte der Landeshauptmann heute nichts zur Aufklärung des Bankenskandals beitragen – dafür gab es persönliche Angriffe in alle Richtungen. Die Ankündigung, ein Spendenverbot an politische Parteien umsetzen zu wollen, begrüßt Hofer und ergänzt: „Von einem solchen Spendenverbot müssen aber neben den Landesparteien auch deren Vorfeldorganisationen sowie Bezirks- und Ortsparteien umfasst sein, um alle vorhandenen Schlupflöcher schließen zu können.“

Sparer, Betriebe und Gemeinden betroffen

Im Vordergrund stehe jetzt die Aufarbeitung des Banken-Skandals. Hofer: „Durch die Commerzialbank-Schließung wurden Existenzen zerstört. Außer ehrlichen Sparern stehen auch erfolgreiche Betriebe, die ihre Firmenkonten dort hatten, vor dem Nichts – auch viele Gemeinden zählen zu den Verlierern.“

Gab es Insider-Warnung zur Geld-Rettung?

Auch wenn die SPÖ noch keine Ehrenerklärung abgibt, wonach keiner ihrer Funktionäre vorab Information über eine bevorstehende Schließung der Bank erhalten und diese genützt habe, um noch rechtzeitig Geld zu beheben, schließt Hofer das für seine Partei aus: „Ich bestätige, dass kein Amtsträger der FPÖ vor Bekanntwerden des Skandals informiert worden war, um sein Vermögen durch Abhebung bei der Commerzialbank zu retten. Ich ersuche die anderen Landesparteien im Burgenland, in der eigenen Organisation zu recherchieren und ebenfalls eine derartige Erklärung abzugeben.“


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