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08. Jänner 2022 | Gesundheit

Nehammers Corona-Ansteckung führt 2G-Regel einmal mehr ad absurdum

Belakowitsch: Nehammers Kontaktpersonen müssen nach gültigen Regeln in Quarantäne

Bundeskanzler Karl Nehammer in großer Runde auf einer Skihütte am Katschberg. (Foto den sozialen Medien entnommen und Privatpersonen unkenntlich gemacht)

Bundeskanzler Karl Nehammer in großer Runde auf einer Skihütte am Katschberg. (Foto den sozialen Medien entnommen und Privatpersonen unkenntlich gemacht)

FPÖ-Klubobmannstellvertreterin Dagmar Belakowitsch äußerte heute Zweifel an Bundeskanzler Nehammers Erklärung, er habe sich erst am Mittwoch bei einem Sicherheitsmann mit Corona angesteckt. „Das ist selbst bei der verkürzten Inkubationszeit von Omikron wenig realistisch. Wahrscheinlicher ist wohl, dass er sich die Infektion im Laufe seines Skiurlaubs bei einem seiner angeblich mehreren Hüttenbesuche zugezogen hat. Wir kennen mittlerweile ein Foto von einer aktuell wegen Mitarbeitermangels geschlossenen Skihütte, das angeblich am 29. Dezember aufgenommen wurde und den Kanzler ohne jeden Abstand und ohne Maske mit acht weiteren Personen an einem Tisch zeigt. Nehammer war aber noch länger am Katschberg – jedenfalls so lange, dass sich eine am Freitag festgestellte Ansteckung zeitlich ausgeht.“

Nur Geimpfte und Genesene in den Skigebieten

"Das führt einmal mehr die 2G-Regeln ad absurdum, denn in den Skigebieten waren ja nachweislich nur geimpfte und genesene Personen“, so die freiheitliche Klubobmann-Stellvertreterin. Die Corona-Ansteckung von Bundeskanzler Nehammer wirft aber auch Fragen über die Einhaltung der gültigen Quarantäne-Regeln auf, die Belakowitsch thematisierte.

Bei Omikron müssen alle K1-Personen in Quarantäne

„Ich wünsche dem Kanzler einen milden Verlauf und auch allen, die er möglicherweise in den Stunden und Tagen vor seinem positiven Test angesteckt hat“, sagte Belakowitsch und wies daraufhin, dass dieser Fall nach den zum gestrigen Zeitpunkt gültigen Quarantäne-Regeln zu behandeln sei. „Das bedeutet in dem sehr wahrscheinlichen Fall, dass sich Nehammer mit der Omikron-Variante angesteckt hat, dass alle Personen, die in den Tagen vor seinem positiven Test für länger als 15 Minuten und mit weniger als 2 Metern Abstand mit dem Kanzler in einem Raum waren, in Quarantäne müssen.“

Mückstein und die GECKO-Spitze jedenfalls betroffen

„Das betrifft jedenfalls all jene Personen, die mit ihm am Donnerstag die Pressekonferenz zu den neuen Corona-Regeln gegeben haben, also Gesundheitsminister Mückstein und die beiden GECKO-Vorsitzenden Katharina Reich und Rudolf Striedinger – außerdem alle weiteren Teilnehmer des vorangegangenen Gipfels“, so Belakowitsch.

Der Information des Gesundheitsministeriums vom 19. Dezember 2021 „Behördliche Vorgangsweise bei SARS-CoV-2 Kontaktpersonen: Kontaktpersonennachverfolgung“ sei zu entnehmen, dass bei Verdacht auf die Omikron-Variante keine Herabstufung von Geimpften, Genesenen und Personen, die eine FFP2-Maske getragen haben, auf K2 erfolgen soll. „Somit gilt für alle Personen eine zehntägige Quarantäne, die nach frühestens fünf Tagen mit einem negativen PCR-Test beendet werden kann. Vor diesem Hintergrund müsste sich Herr Mückstein also in behördlich verhängter Quarantäne und nicht – wir er selbst behauptet – in ‚freiwilliger Selbstisolation‘ befinden“, sagte Belakowitsch.

Keine Ausnahmen für politisch exponierte Personen!

Die FPÖ-Abgeordnete forderte die zuständigen Behörden auf, auch in diesem Fall, in den offenbar durchgehend politisch exponierte Personen involviert sind, mit derselben Konsequenz vorzugehen wie bei jedem Normalbürger. „Und von den Beteiligten erwarte ich mir, dass sie im Falle eines unter die K1-Regeln fallenden Kontaktes mit dem Bundeskanzler diesen Kontakt proaktiv den Behörden melden, sollten sie nicht selbst kontaktiert werden.“


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