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28. Jänner 2022 | Land- und Forstwirtschaft

"Wieder nur leere Worte für unsere notleidenden Bauern"

FPÖ-Agrarsprecher Schmiedlechner kritisiert einmal mehr die völlig untätige ÖVP-Landwirtschaftsministerin Köstinger.

„Schon wieder nur leere Worte!“. Mit diesen Worten kommentierte heute, Freitag, FPÖ-Agrarsprecher Peter Schmiedlechner die Aussage von ÖVP-Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger, „dass die Lebensmittelkonzerne und Verarbeitungsbetriebe die Totengräber der Landwirtschaft seien“. „Die Ministerin soll nicht von ihrem eigenen Versagen ablenken, denn sie ist für die Landwirtschaft zuständig und nicht die Handels- und Verarbeitungsbetriebe, da hat sie etwas komplett missverstanden. Es ist ihre Aufgabe, zu verhindern, dass die Handelsketten und Verarbeitungsbetriebe die heimische Produktion zerstören. Die Händler wollen Gewinne erzielen, und die Politik muss ihnen die Grenzen setzen und Rahmenbedingen schaffen, damit alle gerecht behandelt werden“, so Schmiedlechner.

Kritik an Lebensmittelkonzernen nur Ablenkung

„Ich bin einer der Ersten, der die Macht der Lebensmittelkonzerne hinterfragt. Ein Beispiel dafür ist der aktuelle Streit zwischen dem Fleischverarbeiter Karl Schirnhofer und dem Billa-Konzern Rewe. Es kann nicht sein, dass eine Seite so eine Vormachtstellung hat!“, betont Schmiedlechner. „Ich bin der Meinung, dass mit der Kritik an den Lebensmittelkonzernen Köstinger lediglich von der desaströsen 'Gemeinsamen Agrarpolitik' (GAP) der EU ablenken will. Mit der neuen GAP erwartet die Ministerin, dass die Bauern mehr arbeiten, aber weniger für ihre Arbeit bekommen. Keine andere Berufsgruppe würde ohne Inflationsabgeltung arbeiten und dann auch noch auf Teile der Entlohnung verzichten.“

Herkunftskennzeichnung immer wieder verzögert

„Nicht nur bei der GAP hat die Ministerin versagt. Auch die seit Ewigkeiten angekündigte Herkunftskennzeichnung setzt sie nicht um. Wie lange kann so etwas noch dauern? Wir haben schon viele gute Vorschläge gemacht. Etwa einen Fördersockelbetrag für den Arbeitsplatz am Bauernhof, weniger Bürokratie und Stopp von Billigimporten. Leider greift die Ministerin keine auf“, so Schmiedlechner, der die hohe Qualität der heimischen Produktion erwähnt, die selbstverständlich aber ihren Preis hat. „Diese Qualität wünschen sich unsere Konsumenten, und diese Qualität der Produkte muss die Ministerin erhalten“, fordert der FPÖ-Agrarsprecher.


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